Any.do Alternative 2026: Wenn schönes Design nicht motiviert

DutyDazzle Team
23. Februar 20267 Min. Lesezeit0 Aufrufe

Stell dir vor: Du öffnest eine App, die so schön gestaltet ist, dass du sie immer wieder öffnen willst. Klare Linien, angenehme Farben, ein Flow, der sich mühelos anfühlt. Und stell dir vor, diese App motiviert dich dann auch noch wirklich dazu, die Aufgaben zu erledigen – nicht nur zu notieren.

Das erste schafft Any.do ohne Zweifel. Die App gehört zu den ästhetisch durchdachtesten To-do-Anwendungen auf dem Markt. Beim zweiten – der echten Motivation – hakt es jedoch.

Und das ist kein Zufall. Es liegt am Designprinzip dahinter.

Was Any.do gut macht – und das ist einiges

Any.do ist eine ernstzunehmende App. Das verdient Anerkennung, bevor wir über Schwächen sprechen.

Das Design ist schlicht brilliant. Die Oberfläche fühlt sich aufgeräumt an, der Workflow ist intuitiv, und die App macht einfach Freude beim Öffnen. Das ist keine Kleinigkeit – viele Produktivitäts-Apps sehen aus, als hätte ein Ingenieur sie gebaut, der noch nie eine Benutzerin getroffen hat.

Der Focus Mode ist eine echte Stärke. Die "Plan your day"-Funktion zwingt dich jeden Morgen, deine Aufgaben zu priorisieren. Du entscheidest aktiv, was heute wirklich dran ist – das ist eine gesunde Gewohnheit, die viele andere Apps nicht forcieren.

Weitere starke Features:

  • Grocery-Listen mit smarter Kategorisierung für Einkäufe
  • Kalender-Integration, die Termine und Aufgaben zusammenführt
  • Daily Planner für strukturierte Tagesplanung
  • Voice-Input, damit Aufgaben auch unterwegs schnell erfasst werden

Any.do ist für Menschen gebaut, die ihre Arbeit im Griff haben wollen. Die App ist durchdacht, stabil und sieht dabei besser aus als die meisten Konkurrenten.

5 Schwächen, die Any.do für den Haushaltsalltag begrenzen

Hier kommt der Haken: Any.do wurde für Produktivität gebaut – nicht für Motivation. Das ist ein fundamentaler Unterschied.

1. Der Fokus liegt auf Business-Aufgaben, nicht auf Haushalt und Routinen

Any.do denkt in Projekten, Deadlines und Prioritäten. Das passt perfekt für Arbeit und Studium. Aber "Badezimmer putzen" oder "Wäsche aufhängen" fügen sich in diese Logik merkwürdig ein. Es gibt keine spezifischen Features für wiederkehrende Haushaltsroutinen, keine Aufgabenverteilung nach Bereichen, kein Konzept für gemeinsame Haushaltspflichten.

2. Keine Gamification, keine Belohnungen – Design ersetzt nicht Motivation

Any.do sieht schön aus. Aber ein schönes Interface gibt dir keinen Grund, die Aufgabe zu erledigen – es gibt dir einen Grund, die App zu öffnen. Das ist ein feiner, aber entscheidender Unterschied. Es gibt kein Punkte-System, keine Streaks mit echtem Gewicht, keine Belohnungen für erledigte Aufgaben. Du checkst ab und – nichts passiert.

3. Premium ist teuer für das, was geboten wird

Any.do Premium kostet je nach Plan mehrere Euro pro Monat. Dafür bekommst du Recurring Tasks, Farbmarkierungen, Reminders und erweiterte Kalender-Features. Im Vergleich zu Alternativen, die für ähnliche oder geringere Kosten deutlich mehr bieten – inklusive Gamification, sozialer Features und Belohnungssystemen – ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schwierig zu rechtfertigen.

4. Keine haushaltspezifischen Features für Paare oder Familien

Geteilte Listen gibt es. Aber eine faire Aufgabenverteilung, ein gemeinsames Punkte-System, ein geteilter Reward-Shop? Fehlanzeige. Any.do behandelt Haushalt wie jedes andere Projekt – und das ist das Problem. Haushalt ist kein Projekt. Haushalt ist eine Daueraufgabe, die Motivation, Fairness und manchmal auch ein bisschen Spaß braucht.

5. Soziale Features minimal – kein gemeinsames Belohnungssystem

Any.do ermöglicht das Teilen von Aufgaben. Aber es gibt keine geteilten Punkte, kein gemeinsames Belohnungssystem, keinen Feed der zeigt, was der andere erledigt hat. Die sozialen Features sind funktional – aber sie erzeugen keine Verbindung. Du weißt, dass dein Partner eine Aufgabe erledigt hat. Du fühlst es nicht.

Klingt bekannt?

Was eine gute Alternative wirklich braucht – und was die Wissenschaft sagt

Hier kommt etwas, das viele App-Vergleiche übersehen: Die Frage ist nicht nur, welche App mehr Features hat. Die Frage ist, welche App die richtige Handlung auslöst.

Masaaki Kurosu und Kaori Kashimura (Hitachi Design Center) haben den sogenannten Aesthetic-Usability-Effect beschrieben: Schöne Dinge werden als nützlicher wahrgenommen – unabhängig davon, ob sie es tatsächlich sind. Was bedeutet das für dich? Du kannst eine App für großartig halten, weil sie gut aussieht, obwohl sie dich nicht wirklich produktiver macht.

Don Norman (Nielsen Norman Group) geht einen Schritt weiter: Gutes Design bedeutet nicht nur, gut auszusehen – es bedeutet, die richtige Handlung zu ermöglichen. Eine App, die schön ist, aber dich nicht zum Handeln bringt, hat ihr Designversprechen gebrochen.

Und genau da liegt das Problem: Any.do ist ästhetisch exzellent. Aber motiviert es dich, den Abwasch zu machen? Die Forschung sagt: wahrscheinlich nicht nachhaltig.

Was eine gute Alternative braucht:

  • Echte Belohnungen, die dich persönlich ansprechen – nicht nur Häkchen
  • Gamification, die Haushalt in etwas verwandelt, das sich lohnt
  • Soziale Features, die funktionieren, ohne dass dein Partner ebenfalls ein Gamer sein muss
  • Haushalt-Fokus, der Routinen, faire Verteilung und Motivation zusammendenkt

Das Konzept hinter Gamification im Alltag zeigt, warum diese Kombination so viel mächtiger ist als schönes Design allein.

Der direkte Vergleich: Any.do vs. DutyDazzle

Any.doDutyDazzle
DesignHerausragend, minimalistischModern, clean
GamificationKeinePunkte-System, Streaks, Belohnungen
BelohnungenKeineSelbst definierte echte Belohnungen
Haushalt-FokusKein spezieller FokusKernfeature
Für PaareGeteilte Listen, kein BelohnungssystemKernzielgruppe – gemeinsame Punkte & Rewards
Für FamilienBedingt nutzbarQuest-System für Kinder
Soziale FeaturesAufgaben teilenBuddy Feed, geteilte Aufgaben, gemeinsame Belohnungen
MotivationDurch schönes InterfaceDurch Belohnungsmechanik und Punkte
Premium-PreisMehrere €/Monat für Basis-FeaturesVergleichbar, mehr im Gegenwert
TagesplanungFocus Mode, Daily PlannerAufgabenlisten mit Punkten
Wiederkehrende AufgabenNur PremiumInklusive
Voice-InputVorhandenIn Planung

Fazit der Tabelle: Any.do gewinnt beim Design und bei Business-Workflow. DutyDazzle gewinnt bei Haushalt, Motivation, sozialen Features und echten Belohnungen.

Weitere Alternativen im Überblick

AppStärkeSchwäche
TodoistMächtiges Task-Management, Karma-PunkteGamification nur kosmetisch, kein Haushalt-Fokus
TickTickPomodoro + Habits + Tasks in einer AppWenig soziale Features, kein echtes Belohnungssystem
Microsoft To DoKostenlos, gut in Microsoft-Ökosystem integriertKeine Gamification, kein Haushalt-Fokus
DutyDazzleGamification + echte Belohnungen + Haushalt-FokusNoch in Entwicklung – Warteliste

Für wen ist welche App die richtige Wahl?

Du bist...Empfehlung
Produktiv, willst Tasks im Job im Griff habenAny.do – für Business-Workflow überzeugend
Fokus auf sauberes Design, keine Haushalt-Features nötigAny.do – ästhetisch unübertroffen
Paar, der Haushalt fair aufteilen willDutyDazzle – dafür konzipiert
Familie mit Kindern, spielerische MotivationDutyDazzle – Quest-System für Kids
Willst Gamification mit echten BelohnungenDutyDazzle – Warteliste sichern
Nutzt bereits Microsoft-ProdukteMicrosoft To Do – kostenlose Integration
Willst alles in einer App, kein Haushalt-FokusTickTick – breites Feature-Set

Warum schönes Design allein nicht motiviert – und was wirklich funktioniert

Hier ein konkretes Bild: Du öffnest Any.do. Es sieht toll aus. Du fügst "Badezimmer putzen" hinzu. Du schließt die App. Das Badezimmer bleibt dreckig.

Jetzt eine andere App: Du öffnest sie, siehst, dass dir 15 Punkte für das Badezimmer warten. Du siehst, dass dein Partner heute schon 45 Punkte gesammelt hat. Du siehst, dass ihr zusammen noch 30 Punkte vom nächsten Reward entfernt seid.

Das Badezimmer wird geputzt.

Warum? B.F. Skinner (Harvard University) hat mit seiner Forschung zur operanten Konditionierung nachgewiesen: Verhalten, das unmittelbar belohnt wird, wiederholt sich. Je direkter die Verbindung zwischen Handlung und Belohnung, desto stärker die Wirkung.

Was bedeutet das für dich? Jede erledigte Aufgabe ohne sofortige Belohnung fühlt sich weniger wertvoll an – und wird deshalb weniger oft erledigt. Any.do bietet die Handlung ohne die Belohnung. Das reicht für organisierte Menschen, die sich ohnehin selbst motivieren können. Für den Rest – also die meisten von uns – braucht es mehr.

Wenn du tiefer in die Psychologie eintauchen willst, lohnt sich auch ein Blick auf den Vergleich mit Habitica und warum Gamification mehr kann als Pixel-Avatare – dort wird das Belohnungssystem aus einer anderen Perspektive beleuchtet.

Dein Aktionsplan: In 4 Schritten zur richtigen App

Schritt 1 – Jetzt sofort: Schreib auf, was dich an deiner bisherigen App nervt. Zu wenig Motivation? Kein Belohnungsgefühl? Haushalt fühlt sich nicht berücksichtigt an? Diese Antwort zeigt dir, was du wirklich brauchst.

Schritt 2 – Heute noch: Überlege dir drei echte Belohnungen, die dich motivieren würden. Nicht was du "solltest" – sondern was du wirklich willst. Ein Abend ohne schlechtes Gewissen, ein Restaurantbesuch, ein neues Buch.

Schritt 3 – Diese Woche: Teste eine Alternative für genau 7 Tage. Nicht länger. Nach einer Woche weißt du, ob die Mechanik für dich funktioniert – oder ob du wieder wechselst.

Schritt 4 – Nach 7 Tagen: Bleib bei der App, die sich nach einer Woche noch gut anfühlt. Nicht bei der mit den meisten Features. Nicht bei der schönsten. Bei der, die dich wirklich zum Handeln gebracht hat.


Du willst eine App, die nicht nur gut aussieht, sondern dich wirklich motiviert? DutyDazzle kombiniert ansprechendes Design mit echtem Belohnungssystem – Punkte für jede erledigte Aufgabe, echte Belohnungen, die du dir selbst aussuchst, und soziale Features für Haushalt mit Partner oder Familie.

DutyDazzle Team

Das DutyDazzle Team besteht aus Experten für Motivation, Produktivität und Partnerschaftspsychologie.

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